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Heidelberger Wingolf

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Das Wappen des Heidelberger Wingolfs

Verbindung - Heidelberg | Heidelberger Wingolf | Wappen des Heidelberger Wingolf Das Heidelberger Wingolfswappen zeigt den nach der 1885 durchgeführten Wappenreform des Wingolfsbundes üblichen Aufbau: einen quadrierten Schild, der mit einem Herzschild belegt ist. Der Herzschild ist einmal gespalten. Die (heraldisch) rechte Hälfte ist von blau-weiß-gold - den Farben des Heidelberger Wingolfs (Farben des Burschenbandes) - zweimal schräggeteilt und die (heraldisch) linke Hälfte ist von schwarz-weiß-gold - den Farben des Wingolfsbundes - zweimal schräglinksgeteilt.

Die vier Felder des Hauptschildes beinhalten folgende Wappenbilder: Im ersten Feld steht das Jerusalemkreuz: In Silber ein schwebendes, goldenes Krückenkreuz bewinkelt von vier goldenen Kreuzchen (Königreich Jerusalem).

Das zweite Feld zeigt den Reichsadler: In Gold einen rotbewehrten, rotgezungten schwarzen Adler. Er ist mit einem Brustschild belegt, darauf der preußische Adler: in Silber ein goldgekrönter, goldbewehrter schwarzer Adler, der in den Fängen Szepter und Reichsapfel hält; die Flügel sind mit goldenen Kleeblattstengeln belegt. Dieser Preußen-Adler ist wiederum mit einem Brustschild belegt, der das zollernschen Stammwappen zeigt (von silber und schwarz geviert).

Das dritte Feld ist das Stadtwappen Heidelbergs: In Schwarz auf einem grünen Dreiberg ein rotgekrönter, -bewehrter und -gezungter goldener Löwe.

Im vierten Feld ist in Silber ein grüner Eichenlaubkranz mit Eicheln und blau-weiß-goldener Schleife dargestellt. Innerhalb des Kranzes steht in schwarzer Schrift das Stiftungsdatum des Heidelberger Wingolfs: 17. 6. / 1851.

Das Oberwappen: Die Helmzier über einer goldenen Laubkrone ist ein, zwischen zwei silber-blau geschachten, golden beschlagenen Büffelhörnern hockender, rotgekrönter und -gezungter, doppelschwänziger goldener Löwe (Das Zimier ist an die Helmzier des pfalzgräflichen Wappens angelehnt). Die Helmdecke ist außen blau; die (heraldisch) rechte Hälfte ist innen golden; die (heraldisch) linke Seite ist innen silber.

Uli Steiger


Literatur:
  • O. Böcher, Kleines Lexikon des studentischen Brauchtums, Lahr/Schwarzwald (1985).
  • H. Knodt, Wappen- und Farbengeschichte des Wingolfs. Anhang: Die Wappen der Wingolfsverbindungen (Schriften aus dem Wingolf 2), Mühlhausen/Th. 1924
  • Wappenfibel. Handbuch der Heraldik, begr. d. A. M. Hildebrandt, Neustadt a. d. Aisch 1991.

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19.07.2010